Elisabeth
Gadient
Lerntherapie
Coaching
Begleitung

Erfahrungsberichte

Erwachsene

Die Beschreibungen beruhen auf konkreten Fällen. Der Persönlichkeitsschutz ist gewährt, Namen und Umstände sind verfremdet.

Matthias (31)
Berufsbildner,

mit Lea (21)
Repetentin 3. Lehrjahr EFZ

Lea repetiert das 3. Lehrjahr. Am neuen Arbeitsort erscheint sie häufig zu spät, hält Termine nicht ein, sie scheint verträumt, abwesend oder arbeitet hektisch und chaotisch. In der Berufsfachschule häufen sich die Absenzen.
Ein Gespräch am runden Tisch mit allen Beteiligten schafft einen guten Boden, Transparenz und ein besseres gegenseitiges Verständnis. Eine verbindliche Vereinbarung mit konkreten Zielen wird unterzeichnet. Lea erhält die Auflage, eine lerntherapeutische Begleitung resp. ein Coaching zu besuchen. Zusammen mit ihrem Arzt passt sie ihre Medikation an.

Matthias will mehr erfahren zu den Schwierigkeiten von ADS-Betroffenen und Ideen entwickeln, wie er als Berufsbildner Lernende in Zukunft besser begleiten kann. Im Betrieb beginnt er, tragende Strukturen zu schaffen.

Matthias: „… nun verstehe ich die Probleme von ADS-Betroffenen besser, wir können offener miteinander reden. Wir haben Strukturen geschaffen und Gefässe, die ein angenehmes Arbeitsklima ermöglichen. Der Umgang untereinander ist wieder etwas lockerer geworden, wir erleben uns im Team motiviert.“

Lea: „… ich bin froh und glücklich, dass ich die Ausbildung im 2. Anlauf geschafft habe! Es stresste mich ungemein, als mein ADS noch ein Geheimnis war. Ich habe mich oft dafür geschämt. Allein und ohne Hilfe hätte ich das alles nicht geschafft. Daheim war es zu schwierig. Und als ich dann wusste, dass ich an den Prüfungen mehr Zeit erhalte, konnte ich auch gelassener dorthin gehen. Da lief dann alles fast wie von selber.“

Daniel (43)
in Weiterbildung zum Technischen Kaufmann

Als Kind mogelte er sich mit vielen Ausweichstrategien durch die Schule und in der neuen Weiterbildung findet er sich nicht zurecht. Französische Vokabeln lernen mochte er noch nie und wie man einen Businessplan erstellt, interessiert ihn nicht. Seine ungenügenden Leistungen in der Weiterbildung machen ihn aber unzufrieden.

Daniel beginnt, sich mit seiner Lernbiografie auseinander zu setzen, sie zu verstehen und zu integrieren.

Er entdeckt sein Flair für unternehmerisches Denken, Handeln und Führen. Mit neuen Strukturen findet er seinen Lernrhythmus. Dadurch bleibt wieder mehr Zeit für seine Familie und ausgedehnte Spaziergänge mit seinem Hund. Seine zwei Söhne (11 und 14) lernen auch nicht gerne französische Vokabeln, aber Daniel will ihnen ein gutes Vorbild sein. „Gemeinsam sind wir stark“, und „..ausser man tut es“ motiviert die ganze Familie.

Daniel: „Ich hätte den Weg durch meine Lernbiografie gerne abgekürzt. Heute sehe ich aber, wie wichtig diese Arbeit gewesen ist. Ich habe mich besser kennen und Manches verstehen gelernt. Nun mache ich mich nicht mehr klein. Mit Freude, Zuversicht und Stolz – und auch ein wenig Respekt – habe ich die neue Führungsaufgabe angenommen. Danke, dass Sie mich in meinen Prozess so gut geführt haben.“

Brigitte (48)
Pflegefachfrau HF

„… ich fühle mich nicht mehr ausweglos ausgeliefert. Ich habe Lösungen gefunden weil mir klar geworden ist, was ich will und was mir gut tut. Ich habe Verantwortung für mich übernommen und gehandelt. Das war nicht immer einfach, aber es wird immer leichter. Heute ist mein Leben wieder farbenfroh, ich schaue gut zu meiner Energie und lebe viel zufriedener.“

Peter (52), Vater von

Tobias (17 ), Lernender

„Seit der Trennung von meiner Frau lief gar nichts mehr und mit Tobias‘ Lehre wurde es knapp. Wir hatten nur noch Streit, er lief oft weg, war dauernd bekifft, hörte mir nicht mehr zu und sprach nicht mehr mit mir. Ich war heilfroh, in dieser Zeit Hilfe gefunden zu haben. Dadurch konnte ich in Ruhe alles von verschiedenen Seiten betrachten und die nächsten Schritte gut überdenken. Das gab mir Halt und danach wusste ich, was ich tun konnte. Ich konnte wieder Hoffnung schöpfen. Heute habe ich zu meinem Sohn wieder einen besseren Draht, der macht ’sein Ding‘ schon gut und wir haben wieder Spass zusammen, wenn wir feine Gerichte kochen. Nur das mit seiner Ordnung klappt meistens nicht.“

Monika (54)
Studierende auf dem 2. Bildungsweg

„Ich habe die drei mündlichen Prüfungen bestanden, von der schriftlichen Prüfung weiss ich noch nichts – diese war recht schwierig. Ich erhielt Noten zwischen 4,5 und 5,5. Damit habe ich teilweise besser abgeschnitten als meine jungen Kolleginnen. Danke für Ihre professionelle Unterstützung, ich fühle mich gestärkt und nun vergeht mir der Humor nicht mehr so schnell!“